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Die Hexe im Turm

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TurmIn der alten japanischen Stadt Kyoto war über dem Stadttor ein großer Turm. Wer den Turm besaß, beherrschte die Stadt.

Eines Tages nahm eine schreckliche Hexe den Turm in Besitz. Die Bewohner von Kyoto zitterten vor Angst, denn sie öffnete und schloß das Tor, je nach Laune. Sie konnte die Bauern ausschließen, die Nahrung brachten, oder die Holzfäller, die Brennholz brachten. Und sie konnte wilden Stämmen aus dem Norden die Tore öffnen.

Die Hexe im TurmDie Bürger baten ihre besten Krieger, die Hexe zu töten. Es mißlang. Sie schwang sich aus dem Turm und tötete alle Kämpfer mit ihrem glühenden Schwert.

„O weh, die Hexe hat Watanabi getötet, unseren größten Krieger!“ schrien die Leute voller Angst. „Nur sein Schwert ist noch da.“ Und sie trugen das Schwert in Watanabis Haus.

Sein Sohn hörte den Schrei der Bürger. Er hob das große Schwert auf und schritt mutig zum Turm.

WatanabiDie Hexe grinste vom Fenster aus bösartig auf den Jungen herunter:

„An so einen kleinen Fratz werde ich mein Feuer sicherlich nicht vergeuden! Nein, der kann ja das große Schwert kaum vom Boden heben!“

Watanabis SohnWatanabis Sohn wunderte sich, daß die Hexe ihn noch nicht mit ihrem glühenden Schwert angegriffen hatte. Aber als er die Treppe hinaufgeschlichen war und vor Ihrem Zimmer stand, fuhr sie herum und wollte den Jungen mit einem einzigen brennenden Blick töten. Aber Watanabis Sohn nahm seine ganze Kraft zusammen und hob das Schwert. Von seinem Glanz wurde die Hexe geblendet, und bevor sie etwas tun konnte, tötete der Junge sie mit einem Hieb.

Wie dankbar waren die Leute von Kyoto! Watanabis Sohn hatte nicht nur die Stadt befreit, sondern das Andenken des tapfersten ihrer Samuraikrieger bewahrt.

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