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1974

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1200-Jahrfeier in Fritzdorf

Am 28. und 29. September 1974 feierte Fritzdorf sein 1200-jähriges Ortsjubiläum. Die wechselvolle Geschichte des Ortes wurde in einer Festschrift, die aus diesem Anlass herausgegeben wurde, durch zahlreiche Pressepublikationen und einem Festakt wieder lebendig.

Der Festausschuss unter der Leitung von Heinrich Netterscheidt, weiter bestehend aus Peter Lülsdorf, Peter Hermann, Fritz Schmitz-Hübsch, Josef Hermann, Hermann Byhahn, Hans Klodner, Peter Herschbach und dem Arzdorfer Ludwig Velten brauchten fast zwei Dutzend Sitzungen, um die Feierlichkeiten zu organisieren und vorzubereiten.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltungen des Jubiläums wurde von Prof. Dr. Carl Carstens übernommen, der als damaliger Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Meckenheim und damit in unmittelbarer Nähe von Fritzdorf wohnte.

Der Autor der Festschrift, Ottmar Prothmann, hatte in nur drei Monaten die Geschichte des Ortes zusammengetragen. Da er gleichzeitig mit seinem Hausbau in Oeverich beschäftigt war, stand er unter einem besonderen Druck. Umso erfreulicher war das Ergebnis: eine Festschrift, die gleichzeitig als Grundlagenwerk über die Geschichte von Fritzdorf, mit der Verwendung einer Vielzahl von Quellenmaterialien, angesehen werden kann.

1200 Jahre FritzdorfAber nicht nur eine Festschrift wurde den Fritzdorfer und Wachtberger Bürgern angeboten. Auch ein Glaskrug und ein Glasbecher mit dem Bild der Fritzdorfer Windmühle konnte zum Preis von 5 DM (Becher) und 7 DM (Krug) pro Stück gekauft werden. Beide handgemalten Gläser wurden in den Fritzdorfer Geschäften sowie im Wachtberger Rathaus in Berkum verkauft.

Auf Bitten des Ortsfestausschusses hatten die Fritzdorfer Bürger ihre Häuser an beiden Tagen ihre Häuser beflaggt, um so ihre Gäste gebührend zu empfangen.

Der Festakt fand am 28. September 1974 um 20 Uhr im Saal der Gaststätte „Zur Schwabe“ statt. Die Veranstaltung war für alle Bürger und Interessierten frei zugänglich. Neben dem oben erwähnten Prof. Dr. Carstens als Schirmherr hatten die Ortsvorsteher den Landrat Lindlar, Oberkreisdirektor Kieras, den stellvertretenden Generalvikar Daniels aus Köln, Bürgermeister Bedorf sowie Gemeindedirektor Schmidt als Ehrengäste eingeladen. So hielt der Wachtberger Bürgermeister Bedorf die Begrüßungsrede. Ihm folgte Schirmherr Prof. Dr. Carstens. Es schlossen sich die Grußworte des Fritzdorfer Pastors Johannes Heisterkamp an, der mehr belustigt wie verärgert bemängelte, dass seine Vorgänger bereits alles gesagt hätten und seine Rede damit überflüssig sei. Als Kernstück der Veranstaltung folgte der Vortrag des Heimatforschers Dr. Albert Schulte über die Geschichte Fritzdorfs. Nach den interessanten und aufschlussreichen Ausführungen des VHS-Dozenten folgte ein kurzer Gedichtvortrag der Arzdorfer Schülerin Elke Adolph.

Zwischen den einzelnen Vorträgen wurden das Festprogramm musikalisch von Darbietungen des Musikvereins Schweinheim, des Männergesangsvereins Concordia Fritzdorf und dem Kirchenchor Fritzdorf umrahmt. Nachdem der offizielle Festakt nach eineinhalb Stunden beendet war, folgte ein zwanglosen Beisammensein der Anwesenden.

Doch mit dem Festkommers war es mit den Feierlichkeiten des 1200-jährigen Bestehens nicht getan. Bereits vor dem Festkommers hatte schon um 15 Uhr auf dem Fritzdorfer Sportplatz ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen dem FC Rat/Verwaltung der Gemeinde Wachtberg und einer Ehrenauswahl aus Fritzdorf stattgefunden. Der letzte Fritzdorfer Bürgermeister Heinrich Netterscheidt führte den Anstoß aus.

Am 29. September 1974 um 9 Uhr fand in der Pfarrkirche eine Festmesse stand. Da vor 250 Jahren das Kirchengebäude durch den Abt von Steinfeld feierlich eingeweiht worden war, war eigens der Kölner Domchor unter Prälat Wendels angereist, um an der Messe mitzuwirken. Die Messe wurde gelesen vom stellvertretenden Generalvikar Daniels aus Köln. Nach der Festmesse ging der Zug zum Fritzdorfer Ehrenmal, wo an die Toten und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht wurde.

Gegen 11 Uhr schloss sich ein musikalischer Frühschoppen im Saale der Gaststätte Herschbach an. Ab 12 Uhr gab es Erbsensuppe. Um 14 Uhr wurde ein umfangreiches Programm für Kinder und Jugendliche, die so mit in die Feierlichkeiten mit einbezogen wurden, an der Raiffeisenkasse und den angrenzenden Wiesen geboten. Unter anderen gab es Ponyreiten, Torwandschießen, Schuppkarrenrennen und Tauziehen.

Quelle:
Wachtberger Nachrichten

Bildquelle:
Hans Bernd Sonntag

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